Schultüten und Zuckertüten
Die Schultüte, in großen Teilen Deutschlands auch Zuckertüte genannt, feierte ihren Geburtstag zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Um den Kindern den Weg und den ersten Schultag zu versüßen, bekamen sie schon damals zur Einschulung eine Schultüte gefüllt mit Süßigkeiten und Schreibutensilien für die Schule. Des Weiteren erzählte man den Kindern, dass im Haus des Lehrers ein Schultütenbaum wachsen würde. Und wenn diese Schultüten groß genug wären, wäre es Zeit für Schulanfang. Von der Befüllung der Tüte mit Süßigkeiten stammt zugleich die Bezeichnung „Zuckertüte“.
Die Form der Schultüte / Zuckertüte hat sich im Laufe der Jahre kaum verändert. Mit ihrer spitzen Kegelform und zahlreichen Farbenvielfalt ist sie immer noch der Mittelpunkt für jeden Schulanfänger. Wie früher üblich, werden die Schultüten heute nur noch selten selbst gebastelt. Die durchschnittliche Zuckertüte hat eine Größe von 70 - 85 cm und ist in der Regel rund bzw. sechseckig. Geschlossen wird sie mit Tüll, Filz oder auch Borte. Viele Eltern dekorieren den „Abschluss“" der Zuckertüte allerdings noch mit Kleinigkeiten. Verziert mit einem kleinen Blumenstrauß, einem Kuscheltier oder auch einer kleinen Puppe wird jede fade Zuckertüte zum Hingucker.









